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Sommersemester 2019

LERNRAUMUNIVERSITÄT

Ein Studiengebäude für die Universität Freiburg
Die Formen universitären Lernens haben sich in den letzten Jahrzehnten radikal verändert. Das Selbststudium nimmt neben den tradierten Lernsituationen einen immer breiteren Raum ein. Die Digitalisierung und die Erschließung neuer Medien tun dabei ein Übriges. Interessanter Weise beobachten wir, dass trotz dieser im Prinzip individuellen Formen der Wissenserlangung an vielen Hochschulen eine extreme Nachfrage nach Arbeitsplätzen in Bibliotheken und Lernzentren besteht, die oft kaum gedeckt werden können. Diese werden immer weniger in der klassischen Weise genutzt, also zum Arbeiten mit vorhandener Literatur oder der Nutzung anderer lokaler Ressourcen, sondern als Arbeitsplatz, eingebettet in eine soziale Situation und Struktur, mit Zugang zum weltweiten Netz. Ideen- und Informationszentren entstehen, häufig rund um die Uhr geöffnet und genutzt. Auch an der Universität Freiburg besteht ein kaum zu stillender Bedarf, der die Kapazitäten vorhandenen Bibliotheken und Lernzentren übersteigt.

Die Universität Freiburg hat sich in den vergangenen Jahrzehnten an verschiedenen Standorten entwickelt und erweitert. Raum für Neubauten gibt es nur noch auf dem Campus des ehemaligen Flugplatzes, wenn nicht andernorts vorhandene Gebäude abgerissen und ersetzt werden, wie im Falle der zentralen Universitätsbibliothek. Neben den Kliniken und den Bauten im Stadtzentrum, ist das zentral gelegene, sogenannte Institutsviertel einer der Schwerpunkte der Universität. Nach dem zweiten Weltkrieg fanden hier bis in die späten Jahre des 20. Jhds. wesentliche Erweiterungen und Entwicklungen statt. Sämtliche Raumreserven wurden dabei im Laufe der Jahre ausgeschöpft. Es gibt dort unmittelbar angrenzend lediglich ein noch verfügbares Grundstück. Hier soll ein modernes Lernzentrum mit Seminarräumen und Hörsälen entstehen.

AUSGABE:     25. April 2019, 11:00 - 12:00 Uhr, Raum 240
BETREUUNG: Thomas Haug

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BELFAST.100WALLS

Seit dem 18. Jahrhundert ist die Region um Belfast von politischen und religiösen Unstimmigkeiten geprägt. Mit Beginn der Troubles haben sich konfessionelle Grenzen nach und nach auch baulich manifestiert. Der Alltag heute findet großteils zwischen defensiven Architekturen statt. Obwohl durch Waffenstillstände der Paramilitärs und politische Vereinbarungen Fortschritte erzielt wurden, hat die Schaffung von Barrieren und Pufferzonen dazu geführt, dass selbst heute viele Gemeinschaften streng begrenzt sind und verteidigt werden.
Das Stadtzentrum von Belfast, der „neutrale Boden“, büßte während der Unruhen stark an Attraktivität ein, die bauliche Umgebung der Innenstadt hat sich mehr und mehr verschlechtert.
Durch die Arbeit aufgeschlossener jüngerer Generationen und vieler Shared-Spaces & Interface-Projekte beginnen sich die Dinge zu ändern.
Zur weiteren Förderung dieser Tendezen soll ein Neubau für das Institute for Conflict Research entstehen, die durch zusätzliche Angebote als interkulturelles Hub für die verschiedenen Gemeinschaften fungieren kann.
In Kooperation mit „Belfast. 100 Voids“ (ISTB Engel)

AUSGABE:      25. April 2019, 10:00 Uhr, Grüne Grotte
BETREUUNG: Prof. Renzo Vallebuona, Manuel Michalski, Sophia Schmidt (Donnerstags)